Social Media und ihre Falle

Wir alle nutzen es- Social Media, und meistens ist es auch das erste was am Morgen geschieht. Der Wecker klingelt, der Griff geht zum Handy, um ihn auszuschalten und als nächstes wird Instagram geöffnet. Mehr als 1,5 Milliarden Menschen benutzen sie, ob Facebook, Snapchat, Twitter, oder ähnliches um mit Freunden oder Familien zu schreiben und das neuste in der Welt zu erfahren & teilen.

Jedoch ist es nur allzu oft so, dass sie nicht nur als Kommunikationsnetzwerke genutzt werden, sondern zum Maßstab unseres Lebens wurde. Wer hat das tollste Haus, das teuerste Auto, das schönste Leben und vor allem die meisten Likes. Doch warum nutzen wir eigentlich Soziale Medien?

Warum nutzen wir Soziale Medien?

Man muss ja zugeben, dass sie uns bereichern, denn Facebook wurde zum Beispiel ins Leben gerufen, um mit alten Freunden, die man aus den Augen verloren hat, wieder in Kontakt zu treten. Heutzutage ist es viel mehr als das, genauso wie Twitter oder Instagram auch.

Tatsache ist aber, für viele Menschen sind die sozialen Kanäle zu einem festen Bestandteil des Lebens geworden, den sie nicht mehr weg denken wollen. Facebook usw. sind kein Trend mehr, sondern eine Sucht, die unser Zeit Management mehr auf den Kopf stellt als wir eigentlich zugeben wollen. Aber es stellt sich immer noch die Frage warum wir es denn  nutzen? In erster Linie gibt es 2 Gründe dafür:

  • Einerseits, um sich mit Freunden, Familie oder Arbeitskollegen zu verbinden und auszutauschen
  • andererseits, um sich selbst zu „vermarkten“ und einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen

Die sozialen Medien sind längst zu eine Art „Sprachrohr“ für jeden geworden, der seine Meinung offen sagen will und die Aussagen anderer User  entweder positiv oder kritisch/negativ betrachten möchte. Am liebsten wird Über Politik, Sport, Umweltschutz and ganz aktuell über Corona und die anstehenden Impfungen diskutiert.

Social Media „damals“

Auch schon ohne das Internet wollten die Menschen zu einer sozialen Personengruppe gehören . Das erkannte bereits Maslow ( der Psychologe, der damals die „Bedürfnispyramide“ prägte). Dieses Modell der Bedürfnishierarchie beschreibt die menschlichen Bedürfnisse und Motivationen innerhalb einer Hierarchie bzw. Gruppe. Nach seinem Prinzip steht Selbstverwirklichung an erster Stelle gefolgt von sozialen und psychologischen Bedürfnissen, nur warum ist dieses Bedürfnis von sozialem Anschluss so bedeutend für uns?

Es wird vermutet, dass es auf unseren Urinstinkt zurück zu führen ist:

Der Mensch war schließlich nie ein Einzelgänger. Er hat die Vorteile einer Gruppe stets zu nutzen gewusst. Durch den freien Zugang zu Lebensmitteln, der Jagd und die Verbesserung der Fortpflanzungsfähigkeit sicherten Gruppen das Überleben der Menschheit. Von da an haben wir Gruppen gebildet, um uns gegenseitig vor möglichen Gefahren zu schützen und somit stärker, mutiger und leistungsfähiger zu sein.

Doch nun zu den negativen Aspekten, warum Social Media zum Verhängnis werden könnte.

Negative Auswirkungen

Wir wissen ja bereits, dass die Medien von großem Vorteil sein, um neue Informationen zu bekommen, neue Fähigkeiten zu erlernen, neue Kontakte zu knüpfen und neue Perspektiven zu gewinnen. Doch die Falle besteht darin sich nach Anerkennung zu sehnen und sich zu vergleichen. Meistens (also eigentlich immer) nehmen wir uns ein Beispiel an Kanälen von Schauspielern, Sängern, Fußballspielern und Influencern, die ihr Geld schließlich damit verdienen ein perfektes Lebensbild zu präsentieren.

Die meisten Menschen Begreifen nicht, dass in den Netzwerken nie, wirklich NIE komplett alles aus ihrem Leben gezeigt wird. Wir bekommen nicht die schmutzige Küche zu sehen, oder ein realistisches Bild, was direkt nach dem aufstehen geknipst worden ist, ohne dass vorher zu retuschierenden Apps gegriffen worden war. Auch die Mahlzeiten, die jetzt nicht unbedingt nach 5 Sterne Restaurant aussehen, werden meist unter Verschluss gehalten.

Auch beachten wir viel zu selten, was Filter, Posen und Photoshop alles ausmachen. Wie auch der unterschiedliche Lebensstand jedes Menschen, denn nicht jeder hat das Geld für das Fitnessstudio o.ä.

Und je mehr wir uns mit den Leben anderer beschäftigen, desto eher verlieren wir unsere eigenen Ziele aus dem Sinn.

Worauf ich besonders hinweisen möchte ist: nicht nur der Blick auf die eigenen Ziele fehlt, sondern auch viel zu häufig der Blick auf die Straße. Hiermit möchte ich auf die vielen Opfer hinweisen, die tragischer weise ihr Leben lassen mussten, weil der/die Fahrer*innen auf ihr Smartphone schauten, anstatt auf den Straßenverkehr.

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