Fahrzeuge des 2.Weltkrieg

Fahrzeuge des 2.Weltkrieg

Die Fahrzeuge des 2.Weltkriegs waren sehr erfolgreich und interessant, deshalb habe ich mir gedacht, dass ich euch oder dir einfach mal ein paar Fahrzeuge und mehr vorstelle, wir fangen mit was leichtem an. Viel Spaß.

Schweres Kraftrad (Krad) BMW R 12 :

Im Jahre 1935 lief in den Bayerischen Motorenwerken in München die Produktion der schweren Maschine R 12 an, die bis Ende 1941 währte. Es handelte sich um ein ursprünglich ziviles Modell, das auch bei der Wehrmacht als Solomaschine wie als Gespann eingeführt wurde. Diese robuste und belastbare Maschine erfreute sich in Deutschland und auch bald in in anderen Ländern Europas großer Beliebtheit dank ihres zuverlässigen Motors und ihrer guten Fahreigenschaften auch im Gelände. Letztere waren ein Verdienst der ölgedämpften Teleskopgabel. Fast alle im Kriege gefertigte 36.000 Maschinen erhielt die Wehrmacht. Von den über 20.000 früheren Zivilmodellen mit 20 PS wurden  die meisten eingezogen, der Rest von rund 16.000 lief gleich als Militärausführung vom Band. Die R 12 erlebte den gesamten Krieg und sah alle Kriegsschauplätze. Die für den Einsatz bei der Wehrmacht abgeänderte Version unterschied sich nur in Kleinigkeiten von der zivilen. Der Zweizylinder-Viertakt-Boxer-Motor mit 750 ccm wurde von 20 PS auf 18 gedrosselt, seine Kraft ging über ein handgeschaltetes Vierganggetriebe und eine Kardanwelle an das Hinterrad, um die 320 kg der Solomaschine bzw. die 560 kg des Gespannes anzutreiben. Die Leichtmetall-Trittbretter wichen vorn und hinten  Stahlrohr-Fuß- rasten, der Lenkkopf des Pressstahlrahmens erhielt eine Verstärkung, der Scheinwerfer eine Tarnabdeckung  und der Soziussitz beiderseits Lederpacktaschen.  Die hier abgebildeten Gespanne tragen alle den dunkelgrauen Tarnanstrich der frühen Kriegsjahre. Der rechts angelenkte Standard-Seitenwagen ist zum Teil für den Einsatz mit einem MG 34 in Drehstütze für die Kradschützen ausgerüstet. Hier ist es in seinem Schutzbezug links am Boot verzurrt. Auch andere Lasten als der MG-Schütze konnten befördert werden, bis zum 5 cm Granatwerfer samt Munition. Das Verbandsabzeichen ist das der Aufklärungsabteilung der >>Leibstandarte<< beim 1. SS-Panzerkorps, das aus der 1.  SS-Panzerdivision >>Leibstandarte Adolf Hitler<< und der 12. SS-Panzerdivision >>Hitlerjugend<< bestand.

   BMW R 12 als Gespann.

 

Schwerer Dreirad-MG-Träger Guzzi-Trialce, >>Portamitraglia Pesante<<

Nach dem Frontenwechsel Italiens in 1943 entwaffnete die Wehrmacht die bisherigen Verbündeten, damit diese nicht ihre Waffen nun gegen die deutschen Truppen in Italien einsetzen konnten. Damit gelangten neben den bisher an allen Fronten erbeuteten Feindfahrzeugen auch italienische in deutsche Hände. Das hier gezeigte typisch italienische Dreiradfahrzeug entstand als spezielle Entwicklung für das italienische Heer bei Moto-Guzzi aus dem Alce-Motorrad. Das >>Trialce<< diente als Transportfahrzeug, besonders aber als Waffenträger für schwere MG auf Dreibeinlafette. Dafür erhielt hier die Ladefläche blechverstärkte Bohrungen zur Aufnahme der Lafetten-Erdsporne. Das >>Trialce<< lief von 1940 bis 1943 vom Band und diente dem italienischen Heer bei allen dessen Feldzügen. Die 31,2 PS des Einzylindermotors brachten es bei einem Eigengewicht von 350 kg auf bis zu 80 km/h. Die Abmessungen: 2,78 m Länge, 1,2 m Breite und 1,05 m Höhe.

(!!!Es tut mir leid,  ich habe zu diesem Fahrzeug keine Bilder gefunden!!!)

 

Leichtes Kettenkrad NSU HK101 Sd Kfz 2

Das leichte (auch kleine) Kettenkraftrad oder Kettenkrad war ein Unikum, ein Motorrad mit Halbkettenlaufwerk. Ursprünglich entwickelt als Zugmittel für die rückstoßfreien Leichtgeschütze von Fallschirmjägern und Luftlandverbänden, war es ausgelegt für die Verlastung in der Ju 52, der Standard-Transpotmaschine der Luftwaffe. Vorn trug das Kettenfahrzeug die Blechpressgabel eines Motorrads, dahinter aber trieb ein Rad mit Guss-Speichen das maßstäblich verkleinerte Laufwerk eines der größeren Halbkettenfahrzeuge an. Den Fahrer federte vorn ein Motorradsattel, während zwei Mitfahrer hinten entgegen der Fahrtrichtung auf einer Sitzbank Platz nehmen. 1941 in Dienst gestellt, fand der erste Einsatz des Kettenkrads beim Luftlandeunternehmen >>Merkur<< auf Kreta statt. Dort zog es leichte Geschütze und transportierte Munition und Versorgungsgüter. Bald setzte auch das Heer dieses nützliche Transportmittel ein; in Afrika, an der Ost- und Westfront und in Italien. Beim Transporteinsatz schleppte es noch einen leichten, besonderen Zweiradanhänger. Als Artillerieschlepper zog es u.a. die schwere 2,8 cm Panzerbüchse 41, die leichte 3,7 cm Pak und das leichte 7,5 cm Infanteriegeschütz.  Zwei weitere Varianten befördern Telefonkabel: Auf dem Sd Kfz 2/1 war das leichte Feldfernkabel verlastet, während das Sd Kfz 2/2 das Gestell mit dem schweren Erdkabel trug. Herstellerfirmen waren NSU und Stoewer,  die bis zum Produktsende 1944 insgesamt 8345 Stück ausstießen. Als Antrieb diente der 1,5 Liter Motor des Opel-Olympia, ein wassergekühlter Vergasermotor, der 36 PS entwickelte und seine Leistung über ein Dreiradganggetriebe mit Vorgelege und ein Celtrac-Lenkgetriebe an das vorn liegende Kettenantriebsrad abgab. Damit konnte das Kettenkrad seine 1280 kg Eigengewicht und dazu 325 kg Nutzlast mit bis zu 70 km/h befördern und dabei noch 450 kg an den Zughaken nehmen. Den Fahrer und 2 Beifahrer trug es mit einigem Komfort auch  über raues Gelände. Es ragte bei 3 m Länge und 1 m Breite nur 1,2 in die Höhe.

 

Ähnliches Foto

Das ist ein leichtes Kettenkrad von der Seite aus gesehen. (Oben)

 

Ähnliches Foto

Der Arbeitsplatz des Fahrers zwischen den Tanks … dahinter der Opel-Olympia-Motor.

Bildergebnis für Leichtes Kettenkrad motor ansicht

Schwerer Einheits-Pkw Horch

Die Begrenzung, die das Diktat von Versailles Deutschland auferlegt hatte und wirtschaftliche Sachzwänge bestimmten die deutsche Wiederaufrüstung. Dies führte zur Einführung einer Vielzahl von Automodellen, die im Grunde handelsübliche Fahrzeuge  darstellen,  die dem Einsatz beim Militär angepasst wurden.  Am häufigsten waren darunter Mannschaftswagen vertreten, die auf einem zivilien Pkw-Fahrgestell einen einfachen offenen Aufbau trugen, mit Planeneinsätzen in den Türausschnitten, einem Planenverdeck und sogenannten Kübelsitzen aus Blech. Dieser offene Aufbau war billig in der Herstellung und erhielt zuerst den Spitzenamen >>Kübelsitzer<<; die Fahrzeuge schließlich die Bezeichnung >> Kübelwagen<<. Trotz ihrer beschränkten Geländegängigkeit war die Truppe mit ihnen zufrieden und sie sollten eine wichtige Rolle beim Neuaufbau der Streitkräfte und bei deren Motorisierung spielen. Als diese Wiederaufrüstung lief, wandte sich die Planung bereits der nächsten Generation von Fahrzeugen für das Militär zu. Als Folge der unzweckmäßigen früheren Entscheidung für handelsübliche Fahrzeuge umfasste der militärische Fahrzeugpark nun eine Vielzahl der unterschiedlichsten Modelle fast aller deutschen Autofirmen, was zu entsprechenden Problemen bei Wartung, Instandsetzung und Ersatzteilversorgung führte. Die eingeführten Fahrzeuge wurden 1933 in drei Klassen eingeteilt:

  • Leichte Personenkraftwagen, Modelle bis zu 1,5 Liter Hubraum
  • Mittlere Personenkraftwagen, Modelle bis zu 3 Liter Hubraum
  • Schwere Personenkraftwagen, alle Modelle mit einem Hubraum über 3 Liter

1934 erfolgte dann die Entscheidung, diese bisherigen handelsüblichen Fahrgestelle durch eine neue Generation militärischer Fahrgestelle abzulösen, die von vornherein auf die Bedürfnisse der Truppe zugeschnitten waren und nach einheitlichen Gesichtspunkten aufgebaut waren. Sie erhielten die Bezeichnung >>Einheitsfahrgestelle<<. In jeder der drei genannten Fahrzeugklassen sollte es davon nur ein einziges Modell geben, wobei darüber hinaus noch zwischen den Klassen eine weitgehende Gemeinsamkeit von Baugruppen angestrebt wurde. Für die mittleren und schweren Fahrgestelle fiel die Wahl auf die Firma Horch von der Auto-Union, wo ab 1935 die Fahrgestelle der schweren Klasse vom Band rollten. Zur weiteren Standardisierung sollte diese mit einem Heckmotor auch die Vierrad- Panzerwagen antreiben, die als Sd Kfz 221, 222 und 223 entwickelt wurden. Diese vordringlichen benötigten Panzerwagen hatten Vorrang und erhielten daher auch anfangs alle Fahrgestelle. Die Fertigung von ungepanzerten Mannschaftswagen begann erst 1938. Das Fahrwerk mit Frontmotor lief unter Fahrgestell II und erhielt anfangs Vierradlenkung. Bald gab man diese aber auf, weil bei Geschwindigkeiten über 20 km/h das Fahrverhalten Tücken zeigte, so dass die Hinterradlenkung ausgeschaltet werden musste. Daher entfiel ihr Einbau ab 1940. Etwa gleichzeitig waren die Fordwerke in Berlin ebenfalls in die Fertigung eingeschaltet worden. Deren Fahrzeuge glichen äußerlich den Horch, waren aber mit einem 3,6 Liter Ford-V8-Motor mit 78 PS ausgerüstet. Als Neuheit trugen die ersten Fahrzeuge ihre beiden Ersatzräder an jeder Aufbauseite in einer Vertiefung, frei drehbar auf einem Achsstummel befestigt. Damit erhöhte sich die Geländegängigkeit beträglich. Schon 1940 aber gab man diese Hilfsräderfunktion zugunsten der einfacheren Herstellung glatter Seitenwände wieder auf. Eines dieser späteren Fahrzeuge sehen wir hier. Die Fertigung wurde schon 1941 eingestellt. Unter dem Druck des Rationalisierungsprogramms von General von Schell aus dem Jahre 1938 sollten fortan alle schweren Mannschaftswagen das Fahrgestell des leichten 1,5-Tonners  verwenden. Die bereits gebauten schweren Horch blieben bis zum Kriegsende an allen Fronten im Einsatz. Vom schweren Pkw gab es zahlreiche Varianten für besondere Verwendungen, die den offenen Aufbau mit anderer Ausrüstung erhielten. Dazu gehörten der Fernmeldekraftwagen Kfz 13, der leichte Scheinwerferwagen Kfz 83, der leichte Geschützzugwagen Kfz 59 und der leichte Truppen-Luftschutzwagen Kfz 81. Einige Varianten erhielten einen geschlossenen Blechaufbau, wie der Sanitätskraftwagen Kfz 31 und der Indstandsetzungskraftwagen Kfz 24. Die mittleren und schweren Horch-Einheits-Pkw trieb ein Horch-V8-Motor an, mit 80 PS aus 3,8 Liter Hubraum. Die Besatzung zählte mit Fahrer sechs Mann. Das Fahrzeug war 4,6 m lang, 1,86 m breit und 2,07 m hoch. Der abgebildete Pkw gehört österreichischen Militärfahrzeugfreunden, die eine Straßenzulassung erwirkten (siehe Nummernschild).

Schwerer Einheits-Pkw Horch, neue Version ohne Stützräder.

Ähnliches Foto

Blick auf das Armaturenbrett (Unten)

Bildergebnis für schwerer einheits pkw horch

 

Leichter Einheits-Pkw Stoewer Typ 40

Mit dem Übergang von der Reichswehr zur Wehrmacht erhielten die leichten geländegängigen Pkw die Bezeichnung >>Kfz 1<<. Die bereits erwähnte verwirrende Vielzahl beim Militär eingeführter handelsüblicher Pkw- Modelle führte zu enormen Schwierigkeiten bei Instandsetzung und Ersatzteilversorgung. Dem sollte ab 1934 ein Programm der Standardisierung abhelfen. Dafür entstanden maßgeschneiderte neue Transportfahrzeuge, bezogen von nur wenigen Herstellern, die für jede Klasse alle das gleiche Fahrzeug fertigen sollten. Ausgenommen waren davon die Motoren. Hier sollte jeder Fahrzeughersteller seine eigenen einbauen, die aber untereinander ohne große Änderungen austauschbar sein mussten. Für das Kfz 1 gab es drei Lieferfirmen. BMW baute im Werk Eisenach von 1937 bis 1940 die Originalversion, den leichten Einheits-Personenkraftwagen 325. Dem folgte das Hanomag-Modell, der leichte Einheits-Pkw 20 B, ebenfalls von 1937 bis 1940. Gleichzeitig baute Stoewer in Stettin den R 180 Spezial und den R 200 Spezial. Im Jahre 1940 wurden alle diese Modelle durch ein einziges vereinfachtes, neues ersetzt: Den Stoewer Typ 40. Die Truppe taufte ihn Kübelsitzer, Kübelwagen oder   Kübel, eine Bezeichnung, die später auf seinen erfolgreichen Nachfolger überging, den VW Typ 82. Neben dem Mannschftswagen gab es vier weitere Versionen. Das Kfz 2 war der leichte Fernsprech- oder Funkwagen, das Kfz 2/40 der leichte Instandsetzungstruppwagen, das Kfz 3 der leichte Messtrupp-Kraftwagen, und das Kfz 4 als leichter Truppen-Luftschutz-Kraftwagen trug zwei MG 34, später 42, in einer Zwillings-Fla-Lafette.                                                                Die 1690 kg des Stoewer 40  bewegte ein Stoewer-Vergasermotor mit 50 PS. Das Kfz maß in der Länge 3,8 m;            in der Breite 1,67 m und in der Höhe 1,88 m. Die Bilder bis einschließlich Seite… zeigen den Funkwagen Kfz 2, mit  dem dunkelgrauen Werkanstrich und der dunkelgelben Übermalung nach der Änderungsanweisung vom Juni 1943. Er trägt  das taktische Zeichen des motorisierten Feldgendarmerietrupps 12 des II. Fallschirmkorps der Luftwaffe.  Auf den Bildern Seite… ist ein Kfz 1 von BMW im Tarnfleckenanstrich zu sehen. Sein Zeichen weist es als zugehörig  zu einer Aufklärungseinheit der 2. SS-Panzerdivision >>Das Reich<< aus.

Bildergebnis für stoewer typ 40

 

 

Quellenangabe

Die Informationen in diesem Artikel kommen aus „Wehrmachtfahrzeuge in Farbe“ von Jan Suermondt aus dem Motorbuchverlag. 1. Auflage 2005

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