Ecstasy (MDMA)

Ecstasy und dessen Auswirkungen

In diesem Beitrag stellen wir euch Ecstasy und dessen Auswirkungen auf den Körper vor. Wir haben das Thema gewählt, da wir die Auswirkungen von MDMA interessant finden. Selbst würden wir MDMA nicht konsumieren wollen.

Substanz

Die bekannteste Substanz, die als Ecstasy bezeichnet wird, ist MDMA (3,4-Methylendioxymethylamphetamin).In Analysen von Ecstasy wurden noch weitere chemisch verwandte Substanzen gefunden wie MDE (3,4-Methylendioxy-N-ethylamphetamin), MDA (3,4-Methylendioxyamphetamin), MDEA (3,4-Methylendioxyethylamphetamin) oder MBDB (3,4-Methylendioxy-alpha-ethyl-N-Methylphenethylamin). Daneben wurden auch andere psychoaktive Substanzen wie beispielsweise Amphetamin, Methamphetamin, Koffein, Ephedrin oder Ketamin identifiziert.

Formel: C11H15NO2

Siedepunkt: 105 °C

Molmasse: 193,25 g/mol

PubChem-CID : 1615

 

Wirkungen

Die Wirkungen sowie die Wirkdauer sind abhängig von Dosierung, Konsumhäufigkeit, Set (Person) und Setting (Umfeld).
Etwa 20 bis 60 Minuten nachdem MDMA konsumiert wurde, machen sich erste Effekte wie Kribbeln im ganzen Körper, trockener Mund, geweitete Pupillen und ein schnellerer Herzschlag bemerkbar. Manchmal kommt es zu einem Gefühl der Beklommenheit und Übelkeit, das meist schnell wieder nachlässt. Nach einiger Zeit treten die psychischen Wirkungen von MDMA in den Vordergrund: Positive wie negative Gefühle werden stärker und klarer wahrgenommen, Hemmungen werden schwächer, emotionale Nähe und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit anderen stellt sich ein. Häufig wird von Euphorie und Glücksgefühlen berichtet. Es kann zu einer Intensivierung der Körperwahrnehmung und einem stärkeren Empfinden, zum Beispiel von Musik, kommen.

Unangenehm erlebte Wirkungen:

 

  • Schwindelgefühle
  • Übelkeit
  • Schweißausbrüche
  • erweiterte Pupillen
  • Kiefermalen
  • Mundtrockenheit

 

Mögliche gefährliche Wirkungen:

 

  • Herzrasen
  • Ansteigen der Körpertemperatur
  • Dehydrierung
  • Depression
  • massive Angstzustände (Horror-Trip)
  • psychotische Störungen
  • Nieren- und Leberversagen
  • Herzversagen
  • Kreislaufkollaps
  • Tod

 

Positive Wirkungen:

  • das Empfinden von Glücks- und Liebesgefühlen
  • das Gefühl der Entspannung
  • das Gefühl der Nähe zu anderen Menschen
  • Ecstasy hat ebenfalls die stimulierenden Effekte der Ursprungssubstanz Amphetamin: Die Konsumierenden fühlen sich wach und aktiviert.
  • gesteigertes Körperempfinden
  • optischen Wahrnehmungsveränderunge

 

Mögliche Langzeitfolgen:

Laut wissenschaftlichen Erkenntnissen kann der intensive und regelmäßige Konsum von MDMA zu einer Veränderung des Serotonin-Systems im Gehirn führen. Ob diese Veränderung dauerhaft sein kann, konnte bisher nicht restlos geklärt werden. Unsicherheit, Ängstlichkeit, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Erschöpfung und länger anhaltende depressive Verstimmungen können als Folge des Konsums von MDMA und der Veränderungen im Gehirn auftreten. Aufgrund der massive Ausschüttung von Serotonin und des langsamen Wiederaufbaus dieses Neurotransmitters werden bei regelmäßigem Konsum von MDMA die gewünschten Wirkungen immer geringer. Eine Dosiserhöhung führt zu noch stärkeren negativen Folgen, ohne dass sich die erwünschte Wirkung einstellt. Häufiger Konsum von MDMA kann weiters anhaltende Müdigkeit, Magenprobleme und bei Frauen eine Veränderung des Menstruationszyklus bewirken. Neben den beschriebenen körperlichen Effekten, kann es bei regelmäßigem Konsum zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.

 

Mischkonsum:

Der gleichzeitige oder kurz aufeinanderfolgende Konsum unterschiedlicher Substanzen belastet Körper und Geist viel stärker als der Konsum einer Substanz. Außerdem sind die Wirkungen nicht wirklich vorhersehbar und von mal zu mal verschieden. Im Falle des Mischkonsums ist 1+1 eben nicht 2.

  1. Ecstasy & Alkohol
    Alkohol belastet die bereits durch Ecstasy beanspruchten Organe Leber und Niere zusätzlich und trocknet den Körper weiter aus. Der gleichzeitige Konsum von Alkohol und Ecstasy führt demnach leichter zu Wärmestaus und gefährlichen Überhitzungserscheinungen. Die negativen Effekte des Runterkommen werden durch Alkohol weiter verstärkt, die klaren Wirkungen von Ecstasy vermindert.
  2. Ecstasy & Antidepressiva
    Bei einer Kombination von Antidepressiva (v.a. MAO-Hemmer, Trizyklika) und Ecstasy kann es zu einer extremen Serotoninkonzentration im Gehirn und dadurch zu Krampfanfällen, epileptischen Anfällen, Bewusstseinsstörungen und Kollaps kommen.
  3. Ecstasy & Speed
    Speed und Ecstasy belasten Körper und Geist. Durch den Mischkonsum von Ecstasy und Speed können die möglichen neurotoxischen Wirkungen von Ecstasy verstärkt werden. Der Flüssigkeitsverlust ist bei einer Kombination dieser Substanzen besonders hoch und negative Gefühle sowie depressive Verstimmungen können nach dem Runterkommen für einige Tage anhalten
  4. Ecstasy & Halluzinogene
    Der gleichzeitige Konsum von Ecstasy und LSD, sowie anderen Halluzinogenen, verstärkt die schädliche Wirkung von Ecstasy auf das serotonerge System im Gehirn. Längerfristig könnte eine Kombination dieser Substanzen daher zu depressiven Verstimmungen und zu Verschlechterungen beim Einprägen und Erinnern von Gedanken führen.
  5. Ecstasy & Koffein
    Koffein – ob in Kaffee oder Engerydrinks – sowie Guarana und Poppers, verstärken kurzfristig den aufputschenden Ecstasy-Effekt, führen allerdings auch zu einer raschen Entkräftung des Körpers. Das Risiko von Schwindelanfällen, Herzrasen und anderen Herz-, Kreislaufbeschwerden steigt.
  6. Ecstasy & Cannabis
    Beim „Runterrauchen“ mit Cannabis kann es zu einem Wiedereinsetzen der Ecstasy-Wirkungen, zu großen Ängsten, Halluzinationen und Panik kommen.

 

Todesfälle:

In Zusammenhang mit dem Konsum von Ecstasy kann es auch zu Todesfällen kommen. Die meisten registrierten Todesfälle, die auf ausschließlich auf Ecstasy-Konsum zurückgeführt werden, sind allerdings überwiegend eine Folge von Überhitzung und dem nachfolgenden Nieren- oder Leberversagen. Besonders unter ungünstigen Bedingungen, beispielsweise in schlecht klimatisierten und heißen Räumen sowie bei starker körperlicher Beanspruchung wie es bei ausdauerndem Tanzen der Fall ist, steigt die Gefahr der lebensgefährlich erhöhten Körpertemperatur.

Ein unkalkulierbares Risiko ist zudem mit dem Mischkonsum verbunden. Die meisten registrierten Todesfälle in Zusammenhang mit Ecstasy gehen hierauf zurück. Denn in der Regel wird Ecstasy nicht allein konsumiert, sondern oft zusammen mit Alkohol und anderen Drogen.

In einigen Fällen ist es nach dem Ecstasykonsum auch zu einer tödlichen Wasservergiftung gekommen. Die Personen sind verstorben, weil sie zur Vermeidung einer Überhitzung zu viel Wasser getrunken hatten. Bei der Wasservergiftung kommt es zu einer so starken Verdünnung des Bluts, dass sich Ödeme in Gehirn bilden, die zum Tode führen können.

 

Langzeitschäden:

Eine Vielzahl an Studien wurde und wird zu der Frage durchgeführt, ob Ecstasy neurotoxisch ist, also Hirnschäden verursacht. Manche Studien sind in der Vergangenheit auch zu widersprüchlichen Ergebnissen gekommen. Meta-Analysen und Reviews, in denen viele Einzelstudien zusammengefasst werden, kommen jedoch nach Durchsicht methodisch zuverlässiger Untersuchungen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Ecstasy selektiv neurotoxisch auf Nervenzellen wirkt, die Serotonin als Botenstoff haben. Dabei werden dem Forschungsstand zufolge nicht die ganzen Nervenzellen zerstört, die Kontaktstellen (Synapsen) zwischen den Nervenzellen aber geschädigt, so dass nur eine eingeschränkte oder keine Kommunikation mehr zwischen den Nervenzellen stattfindet.

Den Studienergebnissen zufolge sei das Ausmaß des neurotoxischen Potentials zwar eher als gering zu bewerten, dennoch lassen sich kognitive Defizite bei Konsumierenden im Vergleich zu abstinenten Personen vor allem im Bereich des Lernens feststellen. Auch wenn die Lerndefizite nur gering sind, können diese sich ungünstig auf die schulische oder berufliche Entwicklung auswirken.

Über die Dauerhaftigkeit der erworbenen Schäden lassen sich derzeit noch keine zuverlässigen Aussagen machen. Einerseits gibt es Hinweise aus Tierversuchen, die für eine Reversibilität der Schäden sprechen. Andererseits weisen Studien mit ehemaligen Ecstasykonsumentinnen und -konsumenten darauf hin, dass auch nach längerer Abstinenz noch kognitive Defizite festzustellen sind. Generell ist somit nicht auszuschließen, dass es zu langfristigen Einbußen in der Lernfähigkeit kommen kann.

Unsere eigene Meinung

Wir selber würden kein Ecstasy konsumieren, da wir daran keinen wirklich Nutzen sehen. Außerdem sind uns die Risiken einfach zu hoch und die Nebenwirkungen haben keinerlei Reize für uns.

Quellen:

 

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